Christbaumloben
Einen traditionellen und gern gepflegten Weihnachtsbrauch stellt das Christbaumloben dar. Hierzu trifft man sich am 2. Weihnachtsfeiertag in geselliger Runde, besucht die Wohnzimmer vorzugsweise Bekannter und lobt deren Christbaum mit den Worten „ein schöner Baum“! Anschließend wird der Baum mit dem Lied „O Tannenbaum“ besungen. Als Dank erhalten die Sänger für gewönlich einen Obstbrand.
Mittlerweile hat dieser schöne - und offensichtlich eher süddeutsche Brauch - auch seinen Weg in den Norden Deutschlands gefunden. Angesteckt vom Interesse meines Schwiegervaters Ernst, ist das Christbaumloben nun auch im Braunschweiger Vorort Hondelage bekannt und wird dort von einer zunehmenden Zahl Bekannter und Nachbarn gerne durchgeführt.
Als Bewertungskriterien haben sich in den letzten Jahren folgende herauskristallisiert:
- gleichmäßiger Baumwuchs (keine Lücken, gleicher Astabstand, keine Mehrfachspitzen etc.)
- Größe des Baums relativ zur Zimmerhöhe und -größe
- Natürlichkeit des Baums (z.B. ist heimischen Beständen der Vorzug vor skandinavischen Züchtungen zu geben)
- Quantität und Verteilung des Baumschmucks
- Qualität des Baumschmucks (auch hier steht die Natürlichkeit im Vordergrund)
- Abwechslung des Baumschmucks im Jahresvergleich
- Art der Kerzen (elektrische Kerzen führen zu Abzug)
- Verteilung der Kerzen
Des Weiteren führt eine vorhandene Krippe grundsätzlich zu einer besseren Bewertung. Mit deutlichen Abzügen ist allerdings bei Plastik- oder besonders „modernen“ Krippen zu rechnen.
Zur Beurteilung sollte außerdem eine Nadelprobe des Baums genommen werden.
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